Wer?

Wenn du zwischen 18 und 35 bist, bist du willkommen! Wir suchen jüdische und nichtjüdische Menschen, und ermutigen Schwarze und Indigene Menschen, Menschen of Color, Rom*nja und Sinti*zze, arme, migrantische, queere, trans und nichtbinäre und behinderte Menschen zur Teilnahme. Wir glauben, dass das Projekt für alle spannend und wichtig ist. Wenn ihr euch für Kunst und Kultur interessiert, euch Frontalunterricht anödet und ihr von eurer Rolle im Gedächtnistheater genug habt, dann sowieso. Leider haben wir insgesamt nur 30 Plätze – also meldet euch schnell an!

Was soll das kosten?

Wir versuchen allen die Teilnahme zu ermöglichen. Deshalb könnt ihr bei Anmeldung auch angeben, wieviel ihr beitragen könnt, und euch auf Stipendien bewerben. Im Teilnahmebeitrag inbegriffen sind auch die Reisekosten, die wir bei Bedarf für dich übernehmen - weil es für Menschen oft schwieriger ist teilzunehmen, je weiter sie reisen. Dank großzügiger Förderung konnten wir alle Beiträge drastisch reduzieren, und sind jetzt bei einem Standard-Beitrag von 200 Euro, einem ermäßigten Beitrag von 100 Euro, und einigen Vollstipendien. Wenn ihr mehr geben könnt, könnt ihr auch etwas spenden. Ihr werdet in Mehrbettzimmern vor Ort untergebracht, das ist schon in der Teilnahmegebühr mit drin. Für die Verpflegung bitten wir euch, 70 Euro vor Ort beizutragen.

Wann?

2022 findet das Programm vom 28. April bis zum 9. Mai statt.

Corona?

Und all das mitten in einer Pandemie. Gerade, weil viele andere Angebote wegbrechen und weil wir jetzt etwas Neues machen wollen. Klar, dass wir das verantwortungsvoll machen. Wir halten euch up to date. Schon 2021 haben wir Generation J pandemie-sicher umgesetzt. Auch für 2022 sind wir zuversichtlich. Ein Online-Programm planen wir zur Zeit nicht.

Wo?

In Thüringen. Warum denn da? In Weimar steigt mitten im Osten seit über 20 Jahren der Yiddish Summer, eines der größten interkulturellen jiddischen Festivals in Europa. Wissen viele nicht, zumindest nicht in Deutschland. Als Projekt ist Generation J eng verknüpft mit den Ideen und Werten von YSW. Deshalb werden auch wir Zeit in Weimar verbringen und euch den YSW vorstellen. Mehr über das Festival könnt ihr hier erfahren: https://yiddishsummer.eu/.

Zugänglichkeit?

Viele Leute haben Unterstützungsbedarf, den wir vielleicht noch nicht mitgedacht haben. Um sicherzugehen, freuen wir uns, wenn ihr uns mit ins Anmeldeformular schreibt, was ihr braucht, um die Zeit zu genießen – zum Beispiel rollitaugliches Gelände, Zeit für Gebet, Hörunterstützung, kosheres Essen, Unisex-Toiletten. Im Anmelde-Formular gibt es ein Freifeld dafür. Wenn ihr unsicher seid, sucht gerne den direkten Kontakt zu uns.

Welche Sprache?

An Generation J kannst du teilnehmen, auch wenn du nicht alle Sprachen sprichst, die wir benutzen. Jiddisch, englisch, deutsch, russisch und hebräisch werden da auf jeden Fall dabei sein. Wir glauben an die Kraft der Kunst, über Sprachbarrieren hinweg zu kommunizieren. So lernen wir, einander zuzuhören und zueinander zu kommen. Wenn du dir unsicher bist, frag gerne nochmal bei uns nach. Wir sprechen deutsch, englisch, jiddisch, russisch und hebräisch.

Nur Künstler*innen?

Kunst und Musik spielen eine wichtige Rolle in dem Projekt. Weil wir glauben, dass alle Künstler*innen sind. Ohne irgendetwas bestimmtes können zu müssen. Deshalb: meldet euch an, auch – oder gerade – wenn ihr kein Instrument spielt, keine Gedichte schreibt oder Illustrationen macht.

Religiös?

Das Festival ist offen für alle — religiös oder säkular, konservativ oder atheistisch, reformiert oder orthodox. Und nicht nur das: wir wollen auch allen die Teilnahme ermöglichen. So wird es an Shabes kein Programm geben und lediglich optionale Aktivitäten zur Ruhe und Erholung. Manche Rituale werden wir gemeinsam gestalten, und für andere euch dafür Raum geben, was ihr braucht. Wenn ihr dazu Fragen habt, ob zu Kashrut, Gebetszeiten, nichtjüdischen Feiertagen — kontaktiert uns einfach.

Noch Fragen?

Dann kannst du dich ganz einfach direkt per Mail an uns wenden. Oder du checkst mal unser Instagram aus (@generationj_).

Für jüdische und nicht-jüdische Leute?

Für jüdische und nicht-jüdische Leute?
Generation J ist der Beweis, dass etwas nicht exklusiv jüdisch sein muss, um jüdisch zu sein. Eine jüdische Mehrheit unter den Teilnehmenden, jüdische Inhalte, und ein Bewusstsein über Dominanz und Raumnahme stellen sicher, dass Generation J nicht ein Programm über jiddische Kultur ist, sondern Kultur auf jiddisch. Wir schaffen und feiern jüdische Kultur und halten dabei Raum für diejenigen von uns, die jüdisch sind, diejenigen, die es nicht sind, und diejenigen, die sich nicht so leicht in diese Kategorien einordnen lassen. Generation J ist unsere Vision einer jüdischen Zukunft, die tief kulturell ist, und dabei radikal offen und inklusiv.